About me

About me

Ich bin zertifizierte Mediatorin (nach den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation BM e.V.), Prozessbegleiterin und Coach und war bis vor kurzem vielfaltsorientierte Schulentwicklerin. Dann kam meine wunderbare Tochter zur Welt und mit ihr der Wunsch, meine Begeisterung für Mediation mehr auszuleben.

Studiert habe ich Angewandte Kulturwissenschaften und Interkulturelle Personalentwicklung- und Kommunikationsmanagement. Es folgten zwei Jahre als Projektkoordinatorin und Beraterin bei Maiconsulting. Ich übte mich in Prozessbegleitung, lernte, was Kulturwandel in Organisationen mit der Kunst des Gärtnerns zu tun hat und wie Menschen von Betroffenen zu Gestalter*innen werden.

Das Bedürfnis, mich wieder intensiver mit gesellschaftlicher Vielfalt zu beschäftigen, verschlug mich zu den RAA Brandenburg (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie). Im Tandem leitete ich ein Projekt, das Schulen dabei begleitet, neue Wege im Umgang mit einer vielfältigen Schüler*innen- und Elternschaft zu gehen. Die Arbeit verlangte sowohl Feingefühl für kulturelle Unterschiede als auch für Tendenzen, Konflikte mit einer vermeintlich anderen und homogenen Kultur des Gegenübers zu erklären. Diesen geschulten Blick bringe ich in meine Arbeit als Mediatorin ein.

Gelebt, gearbeitet und studiert habe ich in Hamburg, Bolivien, Lüneburg, Ecuador, Jena und Irland bis ich schließlich in Berlin gelandet bin. Ich spreche fließend Deutsch, Englisch und Spanisch und komme langsam auch mit Französisch über Small Talk hinaus.

Meine Philosophie

Meine Philosophie

Ein Konflikt bedeutet für mich, dass etwas in Bewegung geraten ist und sich verändert. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass die Konfliktparteien in der Lage sind, einen Weg aus dem Konflikt zu finden. Das kann heißen, ihn zu lösen und zu einem Konsens zu gelangen. Es kann aber auch bedeuten, getrennte Wege zu gehen, als bewusste Entscheidung, sodass Raum für Neues entsteht.

In meiner Arbeit lege ich besonderen Wert darauf, dass sich alle Konfliktparteien mit ihren Sichtweisen und Bedürfnissen gesehen fühlen. So wird nach und nach wieder eine gemeinsame Gesprächsbasis geschaffen und Perspektivwechsel ermöglicht. Dabei nehme ich eine empathische und wertfreie Grundhaltung ein. Geprägt von einem humanistischen Menschenbild gehe ich davon aus, dass jeder Mensch Gründe für sein Verhalten hat und das Potenzial, sich weiter zu entwickeln. Ich begleite alle Konfliktparteien ohne Ratschläge zu geben oder Entscheidungen zu treffen. Denn Lösungen, die sie selbst erarbeiten, passen
am allerbesten zu ihrer Situation.

Ich habe mich in Studium und Beruf intensiv mit Kultur, Diversität, Machtungleichgewichten und Diskriminierung beschäftigt. Mir ist es wichtig, die gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen zu beachten, in denen sich die Konfliktbeteiligten bewegen. Was das konkret für meine Arbeit als Mediatorin bedeutet? Hier habe ich ein paar Punkte zusammengefasst:

  • Wenn im Laufe einer Konfliktklärung von kulturellen oder ethnischen Unterschieden die Rede ist, schaue ich genau hin. Häufig ist damit eine nationale Zugehörigkeit gemeint, mit der bestimmte wahrgenommene Unterschiede erklärt werden.
    Gemeinsam gehen wir in der Mediation der Frage auf den Grund, ob Dimensionen der ökonomischen, politischen, sozialen oder rechtlichen Ungleichheit eine Rolle spielen, da diese oft der eigentliche Kern des Konflikts sind.
  • Mir ist bewusst, dass es sich bei dem Mediationsverfahren, nach dem ich arbeite, um ein westliches Modell handelt. Das bedeutet für mich, ich bleibe offen für andere Konfliktlösungsstrategien, die die Konfliktparteien im Laufe der Mediation einbringen.
  • Ich denke Diskriminierungserfahrungen als eine mögliche Ursache des Verhaltens meiner Medianden mit. Manchmal ist den Betroffenen selbst nicht bewusst, dass sie diskriminiert werden, insbesondere wenn es sich um Kinder oder Jugendliche handelt.
  • Manchmal steckt hinter einem Konflikt ein strukturelles Problem. Es geht beispielsweise um die Verteilung von Ressourcen innerhalb einer Organisation, um Anerkennung oder darum, wie Entscheidungen getroffenen werden. Wenn die Konfliktparteien bereit sind, über das strukturelle Problem auch außerhalb der Mediation zu sprechen, rege ich ggf. dazu an, einen Dialog über institutionelle Veränderungen anzustoßen.
  • Ich unterstütze die Konfliktparteien dabei, Missverständnisse von tatsächlichen Interessenkonflikten zu trennen. Ich bin mir darüber bewusst, dass unterschiedliche Kommunikationsstile und Vorstellungen von Zeit, Verbindlichkeit, körperlicher Nähe, etc. Konflikte hervorrufen und befeuern können. Auch Sprachbarrieren können eine Konfliktlösung erschweren. Deshalb arbeite ich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und hole bei Bedarf Mediator*innen dazu, die weitere Sprachen sprechen.
  • Ich arbeite gerne in diversen Mediator*innenteams. Bei manchen Konflikten kann es sinnvoll sein, dass ein Mann und eine Frau zusammen mediieren. Bei anderen sind unterschiedliche berufliche oder kulturelle Hintergründe oder verschiedene Sprachkenntnisse gefragt. Ein diverses Mediator*innenteam kann für die Konfliktlösung eine große Bereicherung sein.