Mediation

Mediation

Schon auf dem Heimweg spürst du das grummelige Gefühl im Bauch. Du denkst an den Streit vom letzten Abend zurück und verlangsamst deine Schritte. An der Wohnungstür angekommen hat sie dich wieder fest im Griff – die schlechte Laune.

Du liebst deine Familie/Partner*in/WG, aber in letzter Zeit häufen sich die Konflikte. Immer öfter geratet ihr aneinander. Am Anfang konntest du noch gut damit umgehen, doch inzwischen bist du ständig gereizt und schläfst schlecht. Dass ihr in der Familie/Partnerschaft/WG verschiedene Sprachen sprecht und nicht alle auf eurer Muttersprache streiten könnt, erschwert die Sache zusätzlich. Ihr kreist wieder und wieder um die gleichen Themen und kommt da irgendwie nicht mehr raus. Wo ist sie geblieben, die Unbeschwertheit und das schöne Gefühl, füreinander da zu sein? Wo ist der Spaß, den ihr zusammen hattet?
Vielleicht kann Mediation helfen, denkst du dir, und auch die anderen sind bereit, die Sache anzugehen. Wie schön wäre es, Konflikte zu klären, bevor sie riesengroß werden.

Wer weiß, vielleicht werden deine Schritte auf dem Weg zur Wohnung schon bald wieder schneller. Du öffnest die Tür und endlich begrüßt es dich wieder: das wohlige Gefühl zu Hause zu sein.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Probleme von binationalen Paaren und internationalen Familien oder WGs eigentlich die gleichen sind wie bei allen anderen auch. Denn unterschiedliche Werte, Erwartungen und Kommunikationsmuster treffen überall aufeinander, auch bei gleicher Nationalität.

Warum dann der Fokus auf internationale Mediation, fragst du dich? Ganz einfach:

  • Ich stecke euch nicht in Schubladen, sondern sehe euch als Individuum. Interkulturelle Aspekte können, müssen aber nicht unbedingt eine Rolle spielen.

  • Ich helfe euch, Missverständnisse von tatsächlichen Interessen-Konflikten zu trennen.

  • Ich biete Konfliktklärung auf Englisch und Deutsch und hole bei Bedarf Mediator*innen dazu, die weitere Sprachen sprechen.

  • Ich kann mit Widersprüchen gut umgehen, begrüße Unterschiede und sehe den großen Schatz, den internationale Biografien und Beziehungen mit sich bringen.

  • Ich habe mich in Studium und Beruf intensiv mit Kultur, Diversität, Machtungleichgewichten und Diskriminierung auseinandergesetzt und bringe dieses Wissen in meine Arbeit ein.

Q&A Mediation

Mediation ist ein Konfliktlösungsverfahren für zwei Personen bis hin zu großen Gruppen. Es unterstützt die Konfliktparteien dabei, Wege aus festgefahrenen Kommunikationsmustern zu finden und schafft Raum für die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten. Die Mediatorin ist allparteilich und begleitet die Konfliktparteien bei der Suche nach Lösungen. Ziel ist es, eine Vereinbarung zu entwickeln, die für alle Beteiligten tragfähig und stimmig ist.

Ich folge als Mediatorin dem ethischen Selbstverständnis des Bundesverbandes für Mediation. Dieses ist hier näher beschrieben.

Eine Mediation ist sinnvoll, wenn ihr in einem Streit nicht weiter kommt und selbstbestimmt an Lösungen arbeiten möchtet. Voraussetzung ist, dass sich alle am Konflikt Beteiligten freiwillig für die Mediation entscheiden. Auch im Vorfeld möglicher Konflikte, wenn verschiedene Interessen aufeinandertreffen, kann eine mediative Begleitung helfen, zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Ob eine Mediation bei eurem Anliegen das passende Verfahren ist, klären wir gemeinsam im Vorgespräch.

  1. Eine Konfliktpartei meldet sich telefonisch bei mir und gemeinsam vereinbaren wir einen Termin für das Vorgespräch. Bei dem Vorgespräch (30 Minuten) sollten alle Konfliktparteien anwesend sein (online oder analog). Ihr schildert mir, worum es geht und wir schauen gemeinsam, ob Mediation für euer Anliegen das Richtige ist. Außerdem könnt ihr all eure Fragen loswerden und einen Eindruck von meiner Arbeit gewinnen. Das Vorgespräch ist für euch kostenlos.

  2. Alle Konfliktparteien treffen sich zu einer ersten Sitzung und bekommen Raum, den Konflikt aus ihrer Sichtweise zu schildern. Nach und nach arbeiten wir die Interessen und Bedürfnisse heraus, die hinter dem Konflikt liegen. Das kann schnell gehen, aber auch mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen.

  3. Am Ende der Mediation steht das Sammeln von Lösungsideen. Im Idealfall findet Ihr eine einvernehmliche Lösung, die für alle eine deutliche Verbesserung der Situation bedeutet. Diese wird in einer Abschlussvereinbarung schriftlich festgehalten. Mediation ist jedoch ein ergebnisoffenes Verfahren. Es kann verschiedene Gründe geben, weshalb eine Abschlussvereinbarung nicht zustande kommt. Auch in diesen Fällen schafft eine Mediation Klarheit und unterstützt euch dabei, eure persönlichen Handlungsoptionen zu erweitern, sodass ihr euch wieder als aktive Gestalter*in der Situation erleben könnt.

Die Mediation findet in meinen Räumen in Berlin, Prenzlauer Berg statt. Für Workshops, Teammediationen und Prozessbegleitungen reise ich auch gerne zu euch oder miete größere Räume an.

In der Regel dauert eine Mediation drei bis fünf Sitzungen à 1,5 Zeitstunden, wobei das variieren kann. Bei Teams und Gruppen sind es erfahrungsgemäß ein bis zwei Blocktage oder auch mehrere kürzere Termine. Wir legen den Umfang im Vorfeld gemeinsam fest.

Die Kosten werden normalerweise zu gleichen Anteilen von den Konfliktparteien übernommen. Im Vorgespräch nenne ich euch gerne die Honorare.

Eine Mediation eignet sich ab zwei Personen bis hin zu großen Gruppen.

Ich biete Mediation auf Deutsch und Englisch an. Ich bin zudem in ein Netzwerk von Mediator*innen eingebunden, die über weitere Sprachkenntnisse verfügen. Schreibt mir einfach oder ruft an, wenn ihr eine bestimmte Sprache für die Mediation braucht.

Teammediation

Teammediation

Die Stimmung in deinem Team ist mies – auf dem Flur, in Meetings, in E-Mails, überall hörst du den Frust heraus. Es kommt zu Streit, Mitarbeitende beschweren sich bei dir über ihre Kolleg*innen oder sind ständig krank. Gleichzeitig türmen sich die Arbeitsberge und du fragst dich, wie das weitergehen soll? Du möchtest gerne etwas tun, weißt aber nicht so richtig, wie? Dann ist jetzt die Zeit, dir Unterstützung zu holen.

Im Vorgespräch besprechen wir, worum es geht, und klären, wie ich dich unterstützen kann. Bei Teams und Gruppen sind erfahrungsgemäß ein bis zwei Blocktage für die Konfliktklärung sinnvoll oder auch mehrere kürzere Termine. Wir legen den Umfang im Vorfeld gemeinsam fest. Je nach Gruppengröße arbeite ich zusammen mit einer oder mehreren Mediator*innen. So können wir bei Bedarf auch mehrere Sprachen abdecken.

Im besten Fall löst dein Team auf diese Weise nicht nur den aktuellen Konflikt, sondern kann auch in Zukunft Unstimmigkeiten schneller aus dem Weg räumen.

Gemeinwesenmediation

Gemeinwesenmediation

Bei Konflikten, die sich auf gesellschaftlicher Ebene abspielen, biete ich Gemeinwesenmediation an. Das können Stadtent-wicklungsprozesse sein, größere Nachbarschaftskonflikte, die Vermittlung zwischen Jugend-Gruppen und vieles mehr.

Oft scheint es bei Konflikten auf gesellschaftlicher Ebene um Religion, Sprache, Traditionen oder schlicht um Kulturen” zu gehen, die miteinander nicht vereinbar seien. Zuschreibungen und Abwertungen der anderen Gruppe lassen den Konflikt weiter eskalieren und lenken den Blick – sei es bewusst oder unbewusst – weg vom Kern des Konflikts: Das sind meistens Fragen, die mit der Verteilung von Ressourcen, Macht und Anerkennung zu tun haben.

In einem Team von mindestens zwei Mediator*innen gestalten wir den Prozess. Dabei wird auf eine vielfaltsbewusste und partizipative Herangehensweise Wert gelegt. Das heißt, wir stellen Fragen, wie: Sind alle an dem Konflikt beteiligten bzw. von ihm betroffene Personen eingebunden? Gibt es Gründe, die die Teilnahme für bestimmte Menschen erschweren, wie z.B. Sprachbarrieren, ein fehlender Zugang zu Informationen oder eine mangelnde Kinderbetreuung? In welchen Sprachen sollte die Konfliktklärung stattfinden? Wie können wir Transparenz über Entscheidungswege und -befugnisse herstellen? Wie schaffen wir einen geschützten Rahmen, um Diskriminierung bestmöglich vorzubeugen? Usw.

So wird eine Konfliktklärung ermöglicht, die alle relevanten Perspektiven einbezieht und die deshalb besonders tragfähig ist.

Workshops

Workshops

Du planst einen Workshop für dein Team, für die Führungskräfte in deiner Organisation oder eine andere spezifische Zielgruppe? Ich biete individuell auf dich und die Bedarfe der Teilnehmenden zugeschnittene Workshops zum Thema Konfliktbearbeitung an – in Präsenz und auch digital. Dabei setze ich auf Lernen durch Erleben und achte darauf, dass der Transfer in den Alltag gelingt.

Mögliche Ausgangsfragen können sein:

  • Wie kann ich besser zuhören, Grenzen setzen und meine Interessen formulieren, um Konflikte konstruktiv zu lösen?

  • Wie können wir auch digital und über große Distanzen hinweg, unser Teamgefühl bewahren und Missverständnissen vorbeugen?

  • Wie schaffe ich eine konstruktive Konfliktkultur?

  • Welche Rolle spielen Vielfalt und Machtungleichgewichte in Konflikten?

Melde dich zu einem kostenlosen Vorgespräch und wir schauen, welcher Workshop für dein Anliegen am besten passt.